Kleine Matjeskunde

Nachdem der Hering den Winter in tieferen Regionen verbracht hat, kommt er im Frühjahr und im Sommer an die Wasseroberfläche, wo er durch die erhöhte Sonneneinstrahlung eine mit wachsendem Plankton und Kleinlebewesen blühende See antrifft. Durch das reiche Futterangebot steigert sich sein Fettgehalt schnell auf das Doppelte. Wenn der Hering einen Fettanteil von 15 bis 20 Prozent erreicht hat, wird er abgefischt und zum Matjes verarbeitet.

Im Jahr 1395 erfand der holländische Fischer Wilhelm Beukelzoon das Kehlen. Unter dieser Schlachtmethode versteht man die Entfernung der Innereien außer der Bauchspeicheldrüse. Deren Enzyme lassen den Fisch zusammen mit Salz zum Matjes reifen.

Matjes gilt als sehr gesundes Lebensmittel, da er besonders viele ungesättigte Fettsäuren enthält. Diese machen nicht dick, sondern tragen im besonderen Maße zur Herz-Kreislauf-Gesundheit bei.

 

 

Matjes im Fass. (Foto: Wmeinhard / GNU FDL 2.5)

 

Echte Matjes sind ein Genuss! (Foto: Takeawey cc-by-sa)